Postmeister mit Leib und Seele | Josef Plöchl hat privates Postmuseum eingerichtet
Josef Plöchl aus Hirschbach war Postmeister mit Leib und Seele. Es verwundert also niemanden, dass er sich ein eigenes privates Postmuseum in seinem Haus eingerichtet hat.
Keiner kennt die Postgeschäfte, die er in seiner 41jährigen Post-Laufbahn, davon fast 24 Jahre in 4242 Hirschbach, bewältigt hat, besser als Sepp, wie er von allen genannt wird. „Zur damaligen Zeit war man am Postamt Mädchen für alles“, erzählt Sepp. War es früher das normale Brief- und Paket Geschäft, kam im Laufe der Zeit neue Kommunikations-Technologie dazu.
Damals gab es noch die Telefonzelle im Postamt, wo viele Gespräche abgewickelt wurden. Telegramme wurden per Fax versendet. Aus dem Wählscheiben-Telefon wurde ein Tastentelefon, dann kamen die Handys dazu. Das alles war besonders für ältere Semester nicht immer leicht zu bewältigen.
Da kommt jetzt der Sepp ins Spiel, der sich rührend um die Belange seiner Hirschbacher Kunden kümmerte. Oft kamen Kundschaften verzweifelt zu ihm und baten: „Postmasta kannst man net an Arzt anrufen“, oder verlangten dringend nach einem Tierarzt, oder ersuchten eine Bestellung aufgeben Kündigung, oder Ansuchen schreiben. Das alles schaffte Sepp mit Ruhe, also Service total.
Dann kamen noch die PSK-Bank-Geschäfte dazu. Auch die erledigte der heute 75jährige und die im Rayon tätigen Briefträger zur vollsten Zufriedenheit der Hirschbacher Bevölkerung.
Er zählte damals zu einen der erfolgreichsten PSK-Bankberatern in Oberösterreich. Diesen Job übte er von 2002 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2010 im Postamt Freistadt aus.
Wie sehr er mit seinem einstigen Postamt in Hirschbach verbunden geblieben ist, zeigt seine Sammlung und sein Autokennzeichen. Es lautet: FR – A 4242.



